T12 genheit, wo er, mehr als ſonſt, Urſache hatte, ſeine Nachlaͤſſigkeit zu bereuen.
Von dieſen Betrachtungen beunruhigt, empfand der alte Mann zum erſten Mal in ſeinem Leben, vor Scham und Verwirrung eine gewiſſe Abneigung, ſei⸗ nen Sohn zu ſprechen; um aiſo die Zuſammenkunft, die ihn peinlich druͤkkte, etwas zu verzözern, ging er zum Sheriff, fand aber, daß er in großer Eile nach Dumfries abgereiſt war, um in Perſon die gerichtliche Aufnahme, welche ſein Steilvertreter an Ort und Stelle zemacht hatte, zu unterfuchen. Der Schreiber des Sheriff konnte wenig uͤber den Aufſtand ſagen, er batte nur gehort, daß er ernſthaft geweſen und daß viel Schaden an Eigenthum und körverliche Gewalt⸗ thaͤtigkeiten an Perſonen ausgeuht worden ſeyen; aber ſo viel er wiſſe, wuͤre von keinem Morde die Rede.
Mr. Fairford wanderte alſo mit ſeiner Neuiakett nach Haus, und als er den James Wilkinſon frug, wo ſein Sohn ſey, erhielt er zur Antwort:„Herr Ala waͤre auf ſeiner Stube und ſehr beſchaͤftigt.“.
„Wir muͤſſen uns verſtaͤndigen,“ ſpricht Saun⸗
ders Fairford zu ſich ſelbſt.„Beſſer einen Finger, als die ganze Hand verlieren,“ geht dann bis an die Thüre der Stube ſeines Sohnes, klopft erſt leiſe, dann ſtaͤrker, erhaͤlt aber keine Antwort. Beunruhigt durch das Stillſchweigen, öffnet er die Thüre des Zimmers — es war leer— unordentlich lagen die Kleider bei juriſtiſchen Werken und Papieren, als haͤtte der Be⸗ wohner ſich ſchnell zu einer Reiſe vorbereitet. Als Mr. Fairford in großer Bewegung um ſich ſah, fiel ſein Blick auf einen verſiegelten Brief, an ihn addreſ⸗ ſirt, welcher auf dem Schreibtiſche ſeines Sohnes lag. Er enthielt folgende Worte: „Mein theuerſter Vater!“⸗
„Es wird Sie hoffentlich weder ſehr uͤberraſchen, noch ſehr betruͤben, wenn Sie hoͤren, daß ich nunmehr auf dem Wege nach Dumfries⸗Shire bin, durch eigne Erkundigungen Gewißheit über die Lage meines theue⸗


