Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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113 ren Freundes zu erhalten, und um ihm wo moͤglich al⸗

len Beiſtand zu leiſten, der in meinen Kraͤften ſteht, und der hoffentlich die gewünſchte Wirkung nicht ver⸗ fehlen wird. Ich will Sie, theuerſter Vater, nicht be⸗ ſchuldigen, mir eine Nachricht, die ſo eng mit der Ruhe meines Gemuͤthes und mit meinem Gluͤcke ver⸗ bunden iſt, verheimlicht zu haben; doch hoffe ich, wird dieſe Ihre Handlung meine gegenwaͤrtige Beleidigung, wenn auch nicht ganz entſchuldigen, doch wenigſtens den wichtigen Schritt mildern, den ich unternommen habe, ohne Sie darum zu fragen, und der, wie ich ferner geſtehen muß, unter den gegenwaͤrtigen Umſtaͤn⸗ den, meinem ganzen Unternehmen Ihre Mißbilligung zuziehen kann. Zu meiner weiteren Entſchuldigung kann ich nur noch hinzufuͤgen, daß, wenn der Perſon, die mir nach Ihnen am theuerſten auf Erden iſt, ein Un⸗ gluͤck,(was Gott verhüten wolle) widerfahren iſt, ewige Reue und Gewiſſensbiſſe auf meinem Herzen laſten

ſehen, ſie abzuwenden, doch nicht augenblicklich zu ſei⸗ ner Huͤlfe eilte, ſondern meine Aufmerkſamkeit vor⸗

nung, kurz nichts als Ihre ernſten, oft ausgeſprochenen Wünſche konnten mich bis heute zuruͤckhalten; und da ich nun meinen kindlichen Pflichten dieſes Opfer ge⸗ bracht habe, ſo werden Sie mich hoffentlich entſchul⸗ digen, wenn ich jetzt dem Ruf der Freundſchaft und der Menſchen freundlichkeit folge. Seyn Sie meinet⸗ wegen ganz außer Sorge; ich werde mich bei allen vor⸗ kommenden Vorfaͤllen mit der gehoͤrigen Vorſicht be⸗ nehmen, denn ſonſt haͤtten mich meine vieljaͤhrigen ju⸗ riſtiſchen Studia wenig genutzt. Ich bin, für den Noth⸗ fall, mit Geld und Waffen gehoͤrig berſehn, Sie koͤn⸗ nen ſich aber darauf verlaſſen, daß ich, außer im hoͤchſten Nothfall, eine jede Gelegenheit bermeiden werde, mich W. Scott's Werke. XVI. 3