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den lieben langen Tag nicht das Geringſte zu ſich ge⸗ nommen. Tibbie ging ihn ernſtlich an, etwas zu ſich zu nehmen, er aber verweigerte es, zog den Fuß nicht gus dem Steigbuͤgel, leerte das Glas in zwei Zuͤgen und brachte bei jedem einen Toaſt. Der Erſte hieß: „dem Andenken des Sir Robert Reogauntlet, nicht eher moͤchte er im Grabe Ruhe finden, bis er ſeinem armen Unterthan Recht verſchafft.“ Der Zweite:„auf die Geſundheit des boͤſen Feindes, wenn er ihm den Geldſack wieder verſchaffen oder ſagen wollte, wo er bingekommen ſey, denn er ſaͤbe, daß Welt ihn doch fuͤr einen Dieb und einen Betrüger halten wuͤrde, und das waͤre ihm aͤrger, als der Verluſt von Haus und Hof. 74
Fort ritt er, wohin? darum bekuͤmmerte er ſich nichts. Finſtere Nacht ward es, finſterer noch im Dun⸗ kel der Baͤume; er uͤberließ es ſeinem Pferde, ſich ſelbſt den Weg zu ſuchen, als das Thier, ſo ermattet und muͤde es vorher war, plotzlich ſo furchtbar anfing ſich zu baͤumen, um ſich zu ſchlagen und zu toben, daß mein Großoeter ſich kaum im Sattel halten konnte. Unterdeſſen ſteht auif ein Mal ein Reiter ihm zur Seite und ſpricht:„Da habt Ihr ein bitziges Pferd, Freundz wollt Ihr es verkaufen?“— Er ſprichts und beruͤhrt mit der Gerte den Hals des Pferdes, und ſiehe, da geht es wieder ſeinen alten, ſchlaͤfrigen Schritt.„Aber es ſcheint ja, als verrauche das Feuer bald,“ fuhr der Freunde fort,„ſo geht es altch mit dem Muth gar vie⸗ ler Menſchen, die da glauben, ſie koͤnnten große Dinge verrichten, bis es dazu koͤmmt.“
Mein Großbater hörte kaum darauf, ſpornte ſein Pferd und rief:„Guten Abend, Freund.“ Der Fremde aber ſchien noch nicht abbrechen zu wollen; denn Stee⸗ nie mochte reiten wie er wollte, der Fremde hielt im⸗ mer gleichen Schritt. Endlich ward mein Großvater, Steenie Steenſon halb aͤrgerlich, und(um die Wahr⸗ heit zu ſagen) auch halb und halb furchtſam.
„Was wollt Ihr von mir, Freund?“ ſagte er


