Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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„Wenn ein wahres Wort an der Geſchichte iſt,“ ſagte Sir John,„ſo muß das Geld doch irgendwo ſeyn; ich frage Euch, wo glaubt Ihr, daß es ſey?“ —„Ich verlange deutliche Antwort!“

„In der Hoͤlle, wenn Ihr doch meine Gedanken wiſſen wollt,“ ſchrie mein Großvater, aufs Aeußerſte gebracht,—„in der Hoͤlle bei Euerem Vater und ſei⸗ nem ſilbernen Pfeifchen.“

Schnell lief er jetzt die Treppe hinab(denn nach dieſem Worte war das Wohnzimmer kein Aufenthalts⸗ ort mehr für ihn) und hinter ſich hoͤrte er den Laird, ſo arg wie nur je Sir Robert es that, Gift und Hoͤlle fluchen und nach Amtmann und Haͤſcher bruͤllen.

Mein Großvater eilte zu ſeinem Hauptglaͤubiger Fauri⸗ Lapraik, um zu verſuchen, ob er etwas mit hm anfangen koͤnnte; aber als er ihm ſeine Geſchichte exzaͤhlte, bekam er nach Scheltworte in den Kauf—

ieb, Bettler, Schurke, waren die gelindeſten Aus⸗ drücke; auch die alten Geſchichten rührte Laurie wie⸗ der auf, daß er ſeine Haͤnde mit dem Blut der Hei⸗ ligen Gottes befleckt habe, gerade als koͤnne ein Un⸗ terthan ſich dem Aufgebote ſeines Lairds entziehn, und noch dazu eines Lairds, wie Sir Robert Redgauntlet. Zett waren meinem Großvater die Banden ſeiner Ge⸗

uld ſaͤmmtlich geſprungen, er vergaß im Streit mit dem Laurie unglucklicher Weiſe alles, was er Gott und Menſchen ſchuldig war, ſtieß Redensarten aus, die die Zuhoͤrer ſchaudern machten— kurz, es war nicht mehr derſelbe Menſch; toll und wild verbrachte er den Tag.

Endlich trennten ſie ſich und mein Großvater ritt durch den finſteren Tannenwald von Pitmurkie nach Hauſe. Ich kenne den Wald, ob er aber finſter oder hell iſt, das kann ich nicht ſagen.— Am Eingang des Gehoͤlzes iſt ein brachliegendes Alment und am Ende des Alments ein kleines einſames Wirthshaͤus⸗ chen; Steenie verlangte von der Wirthin(Tibbie Faw war ihr Name) ein Glas Branntwein, denn er hatte