32 licher Affe ſaß neben ihm, der ſein beſonderer Liebling war; eine verzweifelte Beſtie war das, die manchen boͤſen Streich ſpielte— ſchwer war es, ihm zu gefal⸗ len, leicht, ihn zu erzuͤrnen; ſchreiend und heulend durchlief er das Schloß, biß und kneifte die Leute, be⸗ ſonders wenn es ſchlechtes Wetter oder Unruhen im Staat gab. Sir Robert nannte ihn nach einem Zau⸗ berer, der verbrannt worden war, Major Weir; nur wenige konnten den Namen und die Eigenheiten des Thieres leiden— man glaubte, es ſtaͤke etwas Unge⸗ woͤhnliches dahinter. Auch war es meinem Großvater nicht wohl zu Muth, als die Thuͤr hinter ihm zuge⸗ macht wurde und er ſich mit dem Laird, Dougal Mac Callum und dem Major allein im Zimmer ſah, was ihm fruͤher nie wiederfahren war. 3 Sir Robert alſo ſaß, oder beſſer geſagt, lag in
Pheinem großen Armſtuhl, mit ſeinem großen Sammt⸗
kleid, ſeine Fuͤße auf einem Polſterbette; denn er hatte ſowohl die Gicht als das Podagra, und fein Geſicht ſah ſo bleich und geſpenſterartig aus, wie das des Teu⸗ fels ſelbſt. Major Weir ſaß ihm gegenüber in einem rothen, mit Treſſen verziertem Kleide, des Lairds Per⸗ ruͤcke auf dem Hanpt; und ſo wie Sir Robert vor Schmerzen grinzte, ſo grinzte der Affe guch, wie ein Schaafskopf zwiſchen der Zange— ein graͤuliches, ſchreckliches Paar war das. Hinter dem Laird hing ſein büffelledernes Kollet an einem Nagel, ſein Schwerdt und ſeine Piſtolen auf Armsweite; denn er hielt an der alten Gewohnheit, Tag und Nacht das Schwerdt be⸗ reit und ein Pferd geſattelt im Stall zu haben, grade wie er es zu der Zeit machte, als er noch im Stande war, ſich auf das Pferd zu werfen und dem Landvolk nachzujagen, Einige ſagten, es geſchaͤhe aus Angſt, die Whigs moͤchten ſich an ihm raͤchen, ich aber glaube, daß das nur der alten Gewohnheit wegen geſchah— denn ich kann nicht glauben, daß er etwas gefuͤrchtet haͤtte. Das Pachtbuch mit dem ſchwarzen Deckel und den ſtaͤhlernen Spangen, lag neben ihm, ein unzuͤchti⸗


