Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Freund, ſagte ich, und wenn Ihr mich in das nahgele⸗ gene Haus begleiten wollt, ſo ſoll es mich freuen, eine Nacht mit Euch zubringen zu konnen.

Hier wandte ich mich um, und bemerkte, daß Ben⸗ jie ein Laͤcheln zu unterdruͤcken ſuchte, in welchem gewiß etwas Boshaftes verſteckt lag. Ich faßte ihn ploͤtzlich beim Ohr und brachte ihn zu dem Geſtaͤndniß, daß er lache, weil er ſich den Empfang vorgeſtellt habe, der wahrſcheinlich dem Geiger von den Quaͤkern auf Mount Sharon werden wuͤrde. Ich ſtieß ihn von mir, indem ich aber doch zugleich recht froh daruͤber war, daß er mich an etwas erinnerte, was ich im Augenblick ver⸗ geſſen hatte; ich lud alſo den Wanderer ein, mit mir nach Schaͤfers Buſch zu gehn, und nahm mir vor, dem Mr. Geddes von dort aus ſagen zu laſſen, daß ich die⸗ ſen Abend nicht nach Haufe kommen würde. Aber der Minſtrel ſchlug auch dieſe Einladung aus. Er waͤre fuͤr heute Nacht zu einem Tanz in der Nachkarſchaft verſprochen, ſagte er, indem er dabei einen derben Fluch uͤber die Nachlaͤſſigkeit oder Faulheit ſeines Ge⸗ faͤhrten ausſtieß, der immer noch nicht an dem beſtimm⸗ ten Ort erſcheinen wollte. 3

Ich will ſtatt ſeiner mit Euch gehn, ſagte ich in einem Anflug toller Laune,und Ihr ſollt einen Kronenthaler haben, wenn Ihr mich fuͤr Euren Ka⸗ meraden einführen wollt.

Ihr, ſtatt Rob dem Landlaͤufer, mich beglei⸗ ten! Wahrhaftig Freund, Ihr ſeyd nicht bloͤde, antwortete der wandernde Willie in einem Tone, der meinem Schwank den Untergang drohte.

Aber Maggie, der das Bieten eines Kronentha⸗ lers nicht entgangen war, fing an uͤber dieſes Thema eine muͤrriſche Lektion zu leſen.O Willie! liebſter Willie, wann wirſt Du doch einmal vernuͤnftig werden? Da gibt es eine Krone zu verdienen, wobei Du nichts mehr zu thun haſt, als einem Manne den Namen ei⸗ nes andern zu geben. Und weh' mir! Ich habe wei⸗ ter nichts als einen Schillin, den der Herr mir gab,