Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Ihr habt da noch eine Geige, mein Freund, ſagte ichhabt Ihr einen Cameraden? aber entwe⸗ der war Willie taub, oder ſeine Aufmerkſamkeit war noch den Toͤnen zugewendet. Die Frau antwortete fuͤr ihn:Ja, Sir, freilich haben wir einen Gefaͤhrten, ein mißgeſtalteter Kerl wie wir. Wohl koͤnnte es mein Liebſter beſſer haben, wenn er wollte, denn manches ru⸗ hige Plaͤtzchen in gar manchem anftaͤndigen Hauſe iſt meinem lieben Willie angeboten worden, wenn er nur ruhig auf einem Orte bleiben und den Edelleuten vor⸗ ſpielen wollte.

Still, Weib, ſtill! ſagte der blinde Mann, in⸗ dem er aͤrgerlich ſeine Locken ſchuͤttelte;betaube den

Herrn nicht mit Deinen Thorheiten. Zu Hauſe ſitzen

und den Edelleuten vorſpielen! aufſtreichen, wenn es der Lady gefaͤllt und den Bogen niederlegen, wenn My⸗

lord es beſiehlt! Nein, das iſt kein Leben fuͤr Willie.

Schau um Dich, Maggie lauere doch Weib, ſieh' ob Du den Robin nicht kommen ſiehſt. Der Deufel hole ihn, er treibt ſich gewiß mit vollen Segeln bei der Punſchbowle eines Schmugglers herum, und wird die ganze Nacht nicht abkommen. 1

Iſt das das Inſtrument Eures Gefaͤhrten, ſagte ich, wollt Ihr mir erlauben, meine Fertigkeit darauf zu erproben? ich ſchob zugleich der Frau einen Schilling in die Hand.

Ich weiß wahrlich nicht, ob ich Euch Robin's Geige anvertrauen darf, ſagte Willie gradezu. Seine Frau gab ihm einen Stoß.Geh weg, Maggie, ſagte er, den Wink nicht beachtend;wenn Dir auch der Herr Geld gegeben hat, ſo muß er doch deßwegen nicht grade

eine Hand haben, die den Bogen zu fuͤhren verſteht,

und ich will Robin's Geige keinem Ignoranten anver⸗ trauen. Nun das iſt nicht ſo gar arg, fuͤgte er hinzu, als ich das Inſtrument probirte;ich glaube, Ihr verſteht es wohl ein bischen.

Um ihn nun in ſeiner guͤnſtigen Meinung zu erhal⸗ ten, fing ich an, ſo kuͤnſtlich verwickelt zu phantaſieren,