Teil eines Werkes 
16. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 2. Bändchen (1826)
Entstehung
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Willie billigte ſein eignes Lob mit einem Kopfſchuͤtteln und dem Ausruf:Alles, was der Bub' da ſagt, iſt wahr!Ich frug ihn, ob er aus dieſer Gegend waͤre? Aus diefer Gegend! erwiederte der blinde Mann ich bin aus jeder Gegend des breiten Schottlands und eines Stuͤckes von England dazu. Doch bin ich,

gewiſſermaßen, aus dieſer Gegend, denn ich wurde da

geboren, wo man die Solway toſen hoͤrt. Soll i vnh eine Probe von der Faͤhigkeit des alten Geigers eben? 3 Waͤhrend er ſo ſprach, praͤludirte er auf eine Art, die wirklich meine Neugierde erregte; darauf nahm er die alte Melodie vom Galashiels zum Thema und ſchmuͤckte ſie mit wild verwickelten, aber entzuͤckend ſchoͤ⸗ nen Variationen gus, waͤhrend welcher es wunderbar zu bemerken war, wie ſein Antlitz, dem doch das Augen⸗ licht fehlte, ſich beim ſelbſtbewußten Stolz, beim innig gefuͤhlten Entzuͤcken an der Kunſt, verklaͤrte, welcher er im vollen Grade maͤchtig war.

Wie gefaͤllt Euch das von einem Zweiundſechs⸗ iger?. 3 Ich druͤckte mein Erſtaunen und mein Vergnͤ⸗ gen aus.

Ein Capriccio, Freund ein altes Capriccio, ſagte Willie; es gleicht freilich der Muſik, die ihr in Euren Hallen und Schaufpielhäuſern zu Edinburg habt,

iſt noch ein Anderes es iſt keine ſchottiſche Melodie, aber man haͤlt es dafuͤr Oswald machte ſie ſelbſt, ich bin es üͤberzeugt man hat viele dafür gelten laſſen, aber den wandernden Willie kauſcht man nicht.

Darauf ſpielte er Deine Lieblingsarie vom Roslin Caſtle mit zahlreichen, ſchoͤnen Variationen, von denen einige wenigſtens gewiß ertemporirt waren.

W. Scott's Werke XVI. 2