Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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mit, der Dame einen Stul 7 hin zu ſtellen, und rief mir durch dieſen Wink die Regeln einer guten Erzie⸗ hung ins Gedaͤchtniß zuruͤck.

Meine Beſucherinn war, ohne Zweifel eine Lady, und wahrſcheinlich nicht geringen Ranges; ſehr beſchei⸗ den, dazu wenn ich nach der Schuͤchternheit und Grazie urtheilen darf, mit der ſie ſich bewegte und auf meine Bit⸗ ten niederſetzte. Auch ihre Kleidung war, wie es mir ſchien, ſchoͤn und m odern; doch war ſie mit einem phanta⸗ ſtiſch geſtickten Mantel von gruͤner Seide verhuͤllt, in welchein ſo druͤckend es auch in dieſer Jahres Szeit ſeyn mußte, ihr Koͤrper ganz eingehuͤllt und der noch oben⸗ drein mir einer Enputze verſehen war.

Der Teufel hole die Caputze, Darſie! denn ich konn⸗ te grade ſo viel erſehen, daß ſie mich, da ſie uͤber das Ge ſüchr gezogen war, es lieblichſten Anblicks beraubte, ah

ſie aus Verlegenheit tief zu erroͤthen ſchien. Ich konnte ſehen, daß ihr Teint wundervoll ſchoͤn war das Kinn! llebtg gerundet die Lippen wie Corallen die Zaͤhne w tteifernd mit Elfenbein. Aber weiter vermoch⸗ te der kuͤhne Blick nicht zu dringen, denn ein goldenes Schloß mit einem Saphir geziert, ſchloß den neidiſchen Nantel am Hals der ſchoͤnen Unbekannten, und die ver⸗ zweiſelte Caputze verbarg den oberen Theil des Geſichts. Ich hilie zuerſt ſprechen ſollen, das iſt unleugbar:

aber ehe i ch noch meine Saͤtze geordnet hatte, eroͤfnete die junge Dame ſelbſt die Unterredung, wahr ceinlich durch mein Schwanken in Verzweiflung gebracht.

88 chte aufdringlich zu ſeyn, Sir ich g laub⸗ lichen Herrn zu finden.

Das beacchte mich wieder zu mir ſelbſt.Wahrſchein⸗ lich mein Vater, Madar me. Aber Sie frugen nach Alan Fairford meines Vaters Name iſt Alexander.

Es iſt ohne Zweiſel Mr. Alan Fairford, den ich zu ſprechen wi inſe hte, ſagte ſie mit noch groͤßerer Verwir⸗ rung,doch ſagte man mir, er waͤre ſchon bei. Jahre n.

We aorſcheinlich eine Verwechſelung, Madame zwir