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„Hat er denn keine andere Einkunfte, als die, welche er aus dieſen Duͤnen zieht?“
„Das kann ich nicht beautworten,“ erwiederte Ra⸗ hel,„man ſagt, es fehle ihm nicht an Geld, und er thei⸗ le den Armen in ſeiner Umgegend freigebig von ſeinem Ueberfluſſe mit, obſchon er wie ein gewoͤhnlicher Fiſcher lebt. Sie geben zu verſtehen, daß er ein Mann von Be⸗ deutung ſey, der in der ungluͤcklichen Empoͤrungsge⸗ ſchichte ſo tief verwickelt waͤre, daß ihm noch zu viel Ge⸗ fahr drohe, wenn er ſeinen eigentlichen Namen annaͤh⸗ me. Auch iſt er manchmal Wochen und Monden lang von ſeiner Wohnung zu Brokenburn ⸗Cliffs abweſend.“ „Jch glaubte,“ ſagte ich,„die Regierung wurde bei jetziger Zeit ſelbſt den hartnaͤckigſten Rebellen nicht in Anklagezuſtand verſetzen. Gar viele Jahre ſind ſeit⸗ dem verſtrichen.“— 4
„Das iſt wohl wahr,“ erwiederte ſie,„doch begrei⸗ fen Leute der Art wohl, daß ihr Leben nur geſichert iſt, ſo lange ſie im Stillen leben. Man kann aber von die⸗ ſen rohen Menſchen nichts Gewiſſes erfahren. Sie ge⸗ hen nicht mit Wahrheit um— nur wenige ſind unter ihnen, die nicht an dem ungeſetzmaͤßigen Handel zwi⸗ ſchen dieſen Gegenden und den benachbarten Ufern Englands Theil nehmen; jede Art von Falſchheit und Bekrug iſt ihnen wohl bekannt.“
„Es iſt Jammerſchade,“ bemerkte ich,„daß Ihr Bruder ſolche Nachbarn hat, beſonders da ich bemerk⸗ te, daß er in einige Streitigkeiten mit ihnen ver⸗ wickelt iſt.“
„Wo, wann, warum?“ frug Miß Geodes mit heftiger, geſpannter Angſt, die mich bereuen machte, daß ich den Gegenſtand beruͤhrt hatte. Ich tnhahlte ihr alſo, ſo ſchonend wie moͤglich den Workwechſel, der heute Morgen zwiſchen ihrem Bruder und dem Herrn der See Statt gefunden hatte.
„ Du erſchreckſt mich ſehr,“ antwortete ſie,„eben dieſer Umſtand verſcheucht den ruhigen Schlaf der Nacht


