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„Nicht ſo, Joſua,“ ſagte Rahel,„wenn unfer Nachbar etwas Gutes that, ſo ſollteſt Du ihn bei dieſer Gelegenheit nicht ſchelten; hat unſer junger Freund ei⸗ ne Nacht ſchlecht zugebracht, ſo mag ihn das Beſſere, das Gott ihm kuͤnftig ſchickt, um ſo viel mehr erfreun.“
„Und damit er das beſſer koͤnne,“ ſagte Jofua,„ſo wollen wir ihn bitten, Rahel, ein oder zwei Tage bei uns zu verweilen: er iſt jung, tritt eben in die Welt, ſo moͤge ihm, wenn er will, unſere Wohnung zum Ruhe⸗ platz, dienen, von wo aus er die Pilgerfahrk, die ihm bevorſteht, und den Weg, den er wandern ſoll, uͤberſe⸗ hen mag.— Was ſagſt Du dazu, Freund Latimer? Wir zwingen unſere Freunde nicht zu unſerer Lebensart, und Du wirſt wohl ſo vernuͤnftig ſeyn, keinen Anſtoß daran zu nehmen, wenn wir der unſerigen folgen, ſelbſt wenn wir Dir hie und da einen wohlgemeinten, freundſchaft⸗ lichen Rath geben, ſo denke ich wirſt Du auch daruͤber nicht boͤſe werden.“ 3 3
Du weißt, Alan, wie leicht mich auch nur ein An⸗ ſchein von Herzlichkeit hinreißt, darum nahm ich alſo— wenn ich mich ſchon vor den Umſtaͤndlichkeiten ein we⸗ nig fuͤrchtete— die Einladung an, und bat nur, man moͤchte einen Boten nach dem Schaͤfersbuſch ſchicken, üm, mehden Diener und meinen Mantelſack kommen zu laſſen. 3
„Du haſt recht, Freund,“ ſagte Joſua,„Dein Aeu⸗ ßeres wuͤrde durch reinere Waͤſche wohl gewinnen; ich will Deinen Auftrag im Gaſthaus der Wittwe Gregſon ſelbſt vollfuͤhren, und Dir deinen Burſchen mit den Kleidern hieher ſchicken. Unterdeſſen wird Dir Rahel unſere Gaͤrten zeigen, und Dich in den Stand ſetzen, Deine Zeit nuͤtzlich zuzubringen, bis uns um zwei Uhr das Mittageſſen ruft. Fuͤr jetzt ſage ich Dir Lebewohl, denn ich habe noch eine ziemliche Strecke zu gehen, da ich dem Salomon jetzt Ruhe goͤnnen muß.“ 3
Mit dieſen Worten ging Mr. Joſua Geddes ſeines Wegs, Gar manche Frauenzimmer, die wir kennen,


