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Quaͤker ſtaunen machte, der meinen Teller immer von neuem belud, als wollte er ſehen, ob es gar nicht moͤg⸗ lich waͤre, mich zu ermuͤden, dennoch aber bekam ich ei⸗ nen Wink, der mich erinnerke, wo ich war. Miß Ged⸗ des hatte mir naͤmlich ſuͤßen Kuchen angeboten, den ich fuͤr den Augenblick ablehnte, doch als er mir gleich dar⸗ auf wieder unter Haͤnden kam, nahm ich mir in Gedan⸗ ken ein Stuͤck davon, und wollte es eben auf meinen Tel⸗ ler legen, als mein Wirth Joſua(doch keineswegs in der Manier des Arztes des Sancho, Lirtea Puera, ſon⸗ dern kalt und ruhig) es mir wieder weg nahm, und es auf den Tiſch legte, indem er trocken ſagte:„Du ſchlugſt es eben aus, Freund Latimer.“
Dieſe guten Leute erkennen das Recht nicht an, ſein Wort zuruͤcknehmen zu duͤrfen, was Dein guter Vater das Privilegium der Bewohner von Aberdeen neunt; oder wie die Weiſen ſagen, den zweiten Gedanken.
Dieſen kleinen Wink abgerechnet, der mich belehr⸗ te, daß ich mich unter ſehr pänktlichen, eigenthuͤmlichen Menſchen befand, war in meinem Empfang nichts aus⸗ gezeichnetes— nur bemerkte ich die aͤngſtliche, gleichfoͤr⸗ mige Zuvorkommenheit, von welcher alle Aufmerkſam⸗ keitsbezeugungen meiner neuen Freunde deutliche Spuren trugen; als waͤren ſie beſorgt, dafur mich fuͤhlen zu laſ⸗ ſen, daß die Vernachlaͤſſigung der gebraͤuchlichen Hoͤflich⸗ keitsbezeugungen, die ihnen ihr Glaube verbietet, nur ihre Gaſtfreundſchaftlichkeit noch herzlicher mache. End⸗ lich war mein Hunger geſtillt, und der wuͤrdige Quaͤ⸗ ker, der mit gutmuthigen, Blicken meinen Appelit be⸗ obachtet hatte, wandte ſich mit folgenden Worten au ſeine Schweſter.
„Dieſer junge Mann, Nahel, hat in den Zelten unſeres Nachbars, den man den Laird nennt, ubernach⸗ tet. Es thut mir Leid, daß ich ihm nicht geſtern Abend begegnete, denn unſeres Nochbars Gaſtfreundſchaft wird zu ſelten in Ausuͤbung gebracht, als daß er mit den Mitteln zum Empfang gut vorbereitet ſeyn konnte.“


