Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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ſtark gefurcht, und ſein noch ſchwarzes Haar war, durch das Alter, nur ein wenig ergraut, aber durch⸗ aus nicht gebleicht worden. Alle ſeine Bewegungen verkuͤndeten eine noch unverſehrte Staͤrke; ohzwar von mittlerer Statur, hatte er doch breite Schultern, war regelmaͤßig gebaut, ſchlank in den Huͤften, und ver⸗ band, angenſcheinlich, mit dieſem Rieſenkoͤrper Mus⸗ kelkraft und Thaͤtigkeit; letztere durch die Jahre viel⸗ leicht ein wenig geſchwaͤcht, doch die erſtere noch in voller Bluͤthe. Harte, ſchroffe Zuͤge— die Augen tief liegend unter den hervorſtehenden Augenbraunen, die

wie ſein Haar zu ergrauen, begannen— ein weiter

Mund von einem Ohr bis zum anderen mit zwei Reihen unverdorbener, ſchneeweißer Zaͤhne beſetzt, wel⸗ che ſo groß und breit waren, daß ſie in der Kinnlade eines Menſchenfreſſers gepaßt hatten, ſetzten dem koͤſt⸗ lichen Bilde die Krone auf. Er war wie ein Fiſcher gekleidet, in einer blauen Jacke und weiten Hoſen von dem blauen Zeuge, welches die Seeleute gewoͤhnlich zu tragen pflegen, ein großes hollaͤndiſches Kaͤſemeſſer, dem der Hamburger Schiffer ahnlich, ſtak in einem breiten ledernen Guͤrtel, welcher ausſah, als koͤnnte r, bei Gelegenheit auch Waffen enthalten, welche minder zweideutig auf Gewaltthaͤtigkeit berechnet ſind.

Dieſer Mann warf mir einen forſchenden, und, wie mich's deuchte, drohenden Blick zu, als er in das

Simmer trat; aber ohne weitere Notiz von mir zu

nehmen, bemächtigte er ſich des Amtes den Tiſch zu