49
ſo haͤufig das lermende Beifallsrufen ſeiner Gefaͤhr⸗ ten, daß die fernſten Ufer davon wiederhallten. Es war ein ſchlanker Mann, der ein ſchoͤnes ſchwarzes Pferd ritt, welches er, wie ein Vogel in der Luft, wenden und drehen konnte; er trug einen laͤngeren Speer als die Anderen, und eine Pelzkappe mit einer kurzen Feder darauf, welches ihm, im Ganzen, ein ſtattlicheres Anſehn als den uͤbrigen Fiſchern gab. Er ſchien ein gewiſſes Anſehn unter ihnen zu genießen, und leitete oͤfters ihre Bewegungen mit Hand und Stimme; dann ſchien mir ſeine Haltung ehrfurchtein⸗ floͤßend, ſeine Stimme ungewoͤhnlich wohltoͤnend und gebietend.. 8 Schon zogen ſich die Reiter an das Ufer zuruͤck, ſchon verſchwand nach und nach das Anziehende der Scene, und immer noch verweilte ich auf den D hinſchauend mit ſehnſuchtsvollen Blicken nach meines Englands Ufern, welche, vergoldet vom letzten Strahle
nmnon
anen,
der untergehenden Sonne, kaum eine Stunde von mir entfernt ſchienen. Die aͤngſtlichen Gedanken die ich naͤhre, ſtiegen mit erneuerter Kraft auf, in mei⸗
nem Bußen, langſam und mir ſelbſt unbewußt naͤherte ſich mein Fuß, abſichtslos dem Fluſſe, der mich von dem verbotenen Bezirke trennte. Da erreichte ploͤtz⸗ lich der Klang eines Pferdes im geſtreckten Galopp mein Ohr, und als ich mich umwendete eief mir der Reiter(derſelbe Fiſcher, deſſen ich fru aͤhnte) laut und barſch entgegen:„O ho! Bruder, es iſt zu
V
W. Scott's Werke. XV. 4


