Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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der oder gelehrten Alquife, der myſtiſch und magiſch dein Schickſal lenkt. Aber ich weiß nicht wie es zu⸗ ging, daß nach und nach Dein Hirnſchaͤdel haͤrter, und meine Faͤuſte ſanfter wurden, wenn Du auch mit der Zeit nicht ein gewiſſermaßen gefaͤhrliches Feu⸗ er gezeigt haͤtteſt, welches ich, wenn auch nicht fuͤrch⸗ ten, doch achten mußte.

Da ich doch einmal davon ſpreche, ſo iſt es wohl nicht ungelegen, Dich zu ermahnen, dieſe Deine uͤber⸗ muͤthige Kuͤhnheit ein wenig zu maͤßigen. Ich fuͤrchte ſehr, daß ſie Dich, wie ein hitziges Pferd ſeinen Rei⸗ ter, in irgend eine gefaͤhrliche Lage bringe, aus wel⸗ cher es Dir ſchwer werden wird, Dich heraus zu reiſ⸗ ſen, beſonders wenn der kuͤhne Geiſt, welcher Dich hineinbrachte, in dem gefaͤhrlichen Momente verſchwaͤn⸗ de. Bedenke, Darſie, daß Du von Natur nicht mu⸗ thig biſt, Du geſtandeſt mir im Gegentheil ſchon ein, daß ſo ruhig ich bin, der Vortheil in dieſem wichti⸗ gen Punkte auf meiner Seite ſei. Ich glaube, mein Muth beſteht in meiner Nervenſtärke und in meiner natuͤrlichen Gleichguͤltigleit gegen Gefahr; welche, wenn ſie mich auch nie zu Abentheuern treibt, mich doch, wenn die Gefahr wirklich heranbricht, im vollen Gebraich meiner Seelenkraͤfte laͤßt, ſo daß ich meiner voͤlig maͤchtig bin. Der Deinige aber ſcheint mehr ein geiſtiger Muth zu ſeyn, oder Geiſtesgroͤße, oder Streben nach dem Außerordentlichen; ſie treiben Dich maͤchtig zum Ehrgeiz an, machen Dich taub gegen