50
chen Traͤumen einwiegen zu laſſen. Die Deinigen hin⸗ gegen von hoher und heldenmuthiger Art gleichen den Meinigen eben ſo ſehr, wie eine mit purpurnem Tuche beſchlagene und mit Akten beſchwerte Bank, einem go⸗ thiſchen, mit indiſchen Perlen und mit Gold geſchmuͤck⸗ tem Throne. Aber was willſt du haben?— sua qaam- que trahit voluptas— und meine Viſionen von Befoͤrde⸗ rung, obzwar ſie noch vorerſt auf nichts beruhen, ſind doch eher zu erreichen müalich als Dein Streben nach Gott weiß— was. Denn wie ſagt meines Vaters Sprichwort?„Strebe nach einem goldenen Kieide ſo⸗ wirſt Du wenigſtens eine Schleiſe davon erhaſchen!“ Das iſt nun mein Zweck, aber wonach ſtrebſt Du?2 Das Dunkel, welches auf dem Geheimniſſe Deiner Ge⸗ burt und Deiner Verwandtſchaft liegt, wie Du Dich ausdruͤckſt, ſoll ſich auf eine unausſprechliche und un⸗ begreiflich glaͤnzende Weiſe aufhellen, und zwar ohne Muͤhe und Auſtrengung von Deiner Seite, lediglich und allein durch einen Gluͤckszufall. Ich kenne den Stolz und den Hochmulh Deines Herzens, und wuͤn⸗ ſche herzlich, daß Du mir noch andere Schlaͤge zu danken haͤtteſt, als die, welche Du ſo dankbar aner⸗ kennſt. Denn haͤtte ich Dir dieſe Don Mderuniſ ſad Erwartungen ausg elt, ſo glaubteſt Du jetzt der Held irgend einer romantiſchen Geſchichte zu. 8 und verwandelteſt den ehrlichen Buͤrger und Maͤkler, der in ſeinen vierteliaͤhrigen Epiſteln nur das ſtreng Nuͤthige ſchreibt, nicht in irgend einen weiſen Blean⸗


