Teil eines Werkes 
15. Band, Redgauntlet : eine Erzählung aus dem 18. Jahrhundert : 1. Bändchen (1826)
Entstehung
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nicht ihr mildes Matronenartiges Angeſicht und ihre Geſtalt ſolch einen Verdacht, ſo wuͤrde ich mich fuͤr den Sohn eines Directors der indiſchen Compagnie, oder irgend eines reichen Burgers halten, der mehr Reichthum als Grazie beſaß, und eine kleine Doſis Scheinheiligkeit obendrein, und der jemanden, deſſen Daſeyn ihn beſchaͤmt, heimlich erziehen und bereichern will. Aher wie geſagt, ich denke an meine Mutter, und bin eben ſo ſehr uͤberzeugt, daß auch nicht der leiſeſte Gedanke an Schande aus einer Sache entſte⸗ hen kann, worin ſie verwickelt iſt, wie ich es vom Da⸗ ſeyn meiner Seete bin. Indeſſen bin ich wohlhabend, bin allein, was kann nun meinen einzigen Freund zu⸗ ruͤckhalten, meinen Wohlſand zu theilen? Biſt Du denn nicht mein einziger Freund? Haſt Du Dir denn nicht ein Recht erworben, meinen Wohlſtand zu theilen? Beantworte mir das, mein Alan. Als ich von der ſtillen Einſamkeit der Woh⸗ nung meiner Mutter, in den Tumult der Elaſſe auf die hohe Schule kam als ich meines engliſchen Accentes wegen als ein engliſches Schwein mit Schneeballen geworfen als ein ſaͤchſiſcher Pudding in der Rinne herum gewaͤlzt ward, wer war da mit kraͤftigen Gruͤnden und noch kraͤftigeren Stoͤßen mein Beſchätzer wer als Alan Fairford? Wer pruͤgelte mich aber auch wacker durch, wenn ich in unſrer klei⸗ nen Republik die Anmaßung eines einzigen Sohnes, und ſpaͤterhin die eines verzo Lenen a Buben durchſetzen