Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
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könnte Dir beinahe die Unbilden vergeben, die

Du mir angethan haſt.

Hoͤrt! ſprach Ranald. Er hat viel auf's Spiel geſetzt fuͤr einen Sohn Diarmid's.— Und Ihr, edler Thane— Ihr wollt, wie man im

Lager ſagt, Leben und Gut fuͤr die Botſchaft ge⸗ ben, daß Aennchen Lyle nicht die Tochter eines geaͤchteten Stammes ſei, ſondern von einem Ge⸗ ſchlechte gehoͤre, daß nach eurer Meinung ſo edel als das eurige iſt. Nein, aus Liebe ſage ich's

Euch nicht. Es war eine Zeit, wo ich fuͤr dieſes Geheimniß Freiheit haͤtte erkaufen moͤgen, aber

jetzt gebe ich es fuͤr etwas hin, das theurer als

Freiheit oder Leben iſt.— Aennchen Lyle iſt das juͤngſte, das einzige noch uͤbrige Kind des Rit⸗ ters von Ardenvohr, und ſie allein wurde geret⸗ tet, als alles in ſeiner Burg dem Shwert⸗ und dem Feuer geopfert wurde.

Kann dieſer Mann die Wahrheit reden? ſprach Aennchen Lyle, und wußte kaum, was ſie ſagte. Oder iſt dieß eine wunderbare Taͤuſchung?

Maͤdchen, erwiderte Ranald, haͤtteſt Du laͤn⸗ ger unter uns gelebt, ſo wuͤrdeſt Du die Toͤne