Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

284 Um Gotteswillen, ſprach Menteith, heftig

bewegt, wenn Ihr irgend etwas wißt von der

Herkunft dieſes Maͤdchens, ſo erleichtert euer Ge⸗

wiſſen, und macht es frei von dem Geheimniſſe,

ehe Ihr aus dieſer Welt ſcheidet.

Und ich ſoll meine Feinde ſegnen mit meinem

letzten Athem? ſprach Ranald, ihn boshaft an⸗ blickend. Das ſind die Lehren, die eure Prie⸗

ſter predigen, aber wann und gegen wen uͤbt man ſie aus? Laßt mich erſt hoͤren, was mein Geheimniß werth iſt, ehe ich mich von ihm tren⸗

ne. Was wuͤrdet Ihr darum geben, Ritter von

Ardenvohr, wenn Ihr wuͤßtet, daß euer aber⸗ glaͤubiges Faſten umſonſt geweſen waͤre und daß es noch einen Abkoͤmmling eures Hauſes gaͤbe? — Nun, ich warte auf Antwort, ſonſt ſage ich kein Wort mehr.—

Ich koͤnnte, ſprach der Ritter, und ſeine Stimme verrieth den Kampf zwiſchen Zweifel, Haß und Angſt: ich koͤnnte— wenn ich nicht wuͤßte, daß deine Sippſchaft aus Luͤgnern und

Moͤrdern, wie der Erzfeind, von Anbeginn be⸗ ſtand; aber wenn Du die Wahtheit ſagteſt, ich

—