Teil eines Werkes 
2. Theil (1824)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

falls in den Felſen gehauene, aber nicht von ei⸗ ner Hoͤhle uͤberwoͤlbte Treppe brachte ſie end⸗ lich zu der Stuͤckbettung am Fuße der Burg. Auch dieſe letzte Treppe war enge und ſteil, und nicht zu gedenken, daß ſie von oben her⸗ ab beſtrichen werden konnte, haͤtten zwei ent⸗ ſchloſſene Maͤnner den Paß gegen Hunderte vertheidigen können; denn es konnten nur zwet Menſchen neben einander auf der Treppe ge⸗ hen, die weder durch Bruſtwehr noch Gelaͤnder gegen den gaͤhen und ſchroffen Abſturz ver⸗ wahrt war, an deſſen Fuße die Flut nun don⸗ nernd toſete. Durch dieſe aͤngſtliche Vorſicht war die alte celtiſche Veſte ſo gut geſchützt, daß ein Menſch von ſchwachen Nerven, oder wer zum Schwindel geneigt war, es ziemlich ſchwer gefunden haben wuͤrde, ins Schloß zu kommen, ſelbſt wenn er keinen Widerſtand gefunden haͤtte.

Der Rittmeiſter war ein zu alter Kriegs⸗ mann, als daß er von ſolcher Bangigkeit waͤ⸗ re befallen worden, und kaum war er im Burghoſe angelangt, als er heilig betheuerte