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Frau in der gewoͤhnlichen Geſtalt, und hoͤrte, wie ſie wieder in leiſen und ſanften Toͤnen ſang. Waͤhrend des Geſanges ſchien ſie aber mit Kum⸗ mer auf ihren goldenen Guͤrtel zu blicken, der nun zur Duͤnne eines ſeidenen Fadens geſchwun⸗ den war. Der Geſang war folgender:
Leb wohl! du grünender Diſtelſtrauch, Leb wohl! Selten nur wirſt du mit wehenden Zweigen Mir zum freundlichen Gruße dich neigen. Das ſchüchterne Wild wirſt du nicht mehr verſcheuchen, Das, erſchreckt, dein Wehen ohne Hauch erblickt.
Leb wohl, o Quell! nun wirſt du nicht lang Murmelnd mehr ſtimmen in meinen Geſang,
Nicht mehr werden in myſtiſchen Tänzen
Deine cryſtallenen Wellen erglänzen.
Wie die Blaſen des Waſſers aufſteigen und ſinken, So der Menſchen Entwürfe vor des Schickſals Winken.
Der Knoten des Verhängniſſes iſt geſchlungen! Zur Braut hat die Maid, zum Lord der Bauer Sich aufgeſchwungen!
Vergebens meine Liſt und Zaubermacht
Auf der Liebenden Trennung war bedacht.
Das Haus Avenel von ſtolzer Höh
Ich fallen ſeb!—


