Teil eines Werkes 
2. Theil (1825)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

14

Mein Bruder John aber iſt ein wah⸗ rer Landjunker, der weiter nichts gelernt hat, als die Jagd exerciren, Roſſe zu reiten und Hunde zu dreſſiren. Ein ſchoͤnes Roß und ein eingehetzter Hund ſind ihm lieber als ein Menſch. Da er die Hoffnung hat, einſt Herr des Schloſſes zu werden, ſo traͤgt er ſeine Naſe ziemlich hoch. Kunſt und Wiſſenſchaft gelten ihm fuͤr alberne Poſſen, er achtet keinen Mann von Geiſt und Wiſ⸗ ſenſchaft, wenn er nicht zugleich reich iſt. Er iſt roh und wild und bei ſeinem geringen Verſtande duͤnkt er ſich der Kluͤgſte zu ſeyn. Seine Leidenſchaften ſind heftig und unge⸗ ſtum und er kann, wenn er ſich ſelbſt ver⸗ gißt, in Zorn und Wuth gerathen. Jetzt ſcheint er ein wenig vernünftiger und zah⸗ mer zu werden, da er eine Braut hat, die ſeine Wildheit nicht leiden kann. Fragt er Euch, ſo bleibt ihm die Antwort nicht ſchul⸗ dig, laßt Euch aber mit ihm micht in ein