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beibehaͤlt, obgleich die feinern Spuren der⸗ ſelben verwiſcht ſind. Ich glaube, um von einer Koͤnigin ausgezeichnet zu werden, koͤnnte ſie ſelbſt der Tugend und Wahrheit abhold werden. Sie iſt gut, wohlthaͤtig, herablaſſend und, nach ihrer Art, ſehr fromm. Sie verſaͤumt keine Meſſe, ſie hat fuͤr den geiſtlichen Stand eine hohe Ehrfurcht und haͤlt taͤglich mehrere Betſtunden, nicht ſo⸗ wohl zu ihrer Heiligung als aus Gewohn⸗ heit und weil ſie damit den Himmel zu ver⸗ dienen glaubt. Sie haͤlt auf das Außere ſehr viel und moͤchte Pracht und Glanz um ſich her verbreiten, aber der Vater, mit dem ſie deshalb in ewigem Wortwechſel ſteht, reicht kein Geld dazu her. Ihr ſeht im Schloſſe daher auch die alterthuͤmlichen Moͤ⸗ beln aus den Zeiten der Vorfahren, die zu ſeinem rußigen Äußern ſehr gut paſſen. Im Eheſtande hat die Mutter wohl nie gluͤcklich gelebt, da der Charakter und das


