Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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Unſere noͤrdlichen und laͤndlichen Sitten, Herr Ritter, erlauben uns nicht, ſolche Beiworte zu tauſchen, zu denen wir nicht paſſen, verſetzte Marie von Avenel.

Sieh nur, ſagte der Ritter:wie ſeltſam das iſt! Gleich einem ungezaͤhmten Roſſe, wel⸗ ches ſcheu vor einem geſchwenkten Schnupftuche auf die Seite ſpringt, da es doch bisweilen flat⸗ ternden Fahnen entgegen gehen muß. Dieſer Austauſch ehrender Beiwoͤrter iſt nichts weiter, als ein Compliment zwiſchen Tapferkeit und Schoͤnheit, wenn ſie ſich unter irgend einem Ver⸗ haͤltniß begegnen. Eliſabeth von England nennt den Philipp Sidney ſelbſt ihren Muth, und er nennt dagegen die Prinzeſſin ſeine Begeiſte⸗ rung. Daher, meine ſchoͤne Protektion denn ſo werde ich Euch von nun an, benennen»

Doch aber nicht ohne der jungen Lady Ein⸗ willigung, Sir! entgegnete Halbert; ich denke doch, Eure hoͤſiſche und feine Bildung wird Euch

Ihr ſeid jetzt gar zu ehrgeizig! darauf entgegne ich dann:

Ich kann nicht ehrgeizig genug ſein auf die Ehre, ſüße Lady! Wollt Ihr nicht ſo gut ſein?