Teil eines Werkes 
2. Theil (1821)
Entstehung
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haͤuslicher Geſchaͤfte wegen, und Marie ſtand eben im Begriffe ihr zu folgen, als ſie ſich ploͤtzlich beſann, daß, wenn ſie das thaͤte, der fremde Rit⸗ ter und Halbert allein beiſammen bleiben muͤß⸗ ten, und daß dann leicht abermals Streit zwi⸗ ſchen beiden entſtehen koͤnne.

Kaum hatte das Maͤdchen dieſen Umſtand bedacht, als ſie ploͤtzlich von der Thuͤr des Ge⸗ maches zuruͤckkehrte, und indem ſie ſich auf ei⸗ nen kleinen Sitz in der Fenſtervertiefung nieder⸗ ließ, beſchloß ſie den Zaum feſtzuhalten, den, wie ſie bemerkt hatte, ihre Gegenwart Halbert Glen⸗ dinning auflegte, von deſſen heftiger Gemuͤthsart ſie allein Etwas fuͤrchtete. 3

Der Fremde bemerkte ihre Gemuͤthsbewe⸗ gungen, und indem er ſie entweder ſo auslegte, als wuͤnſche ſie ſeine Geſellſchaft, oder indem er nur den Geſetzen der Galanterie folgte, welche ihm nicht erlaubten, eine Dame ſchweigend und verlaſſen ſitzen zu laſſen, ſetzte er ſich ſogleich ne⸗ ben ſie, und eroͤffnete die Unterhaltung folgen⸗ dermaßen:

Glaubt mir, ſchoͤne Lady, es muß mich ſehr freuen, daß ich, da ich von den Freuden meines Vaterlandes verbannt bin, hier in dieſer niedern