Teil eines Werkes 
5. Theil (1824)
Entstehung
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nahme einer Predigerſtelle unter der beſtehenden Kirchenverfaſſung ſeinem Freunde weit unbe⸗

fangener vor, als er ſie ſich ſelber vorzulegen

im Stande geweſen war. Endlich ſchloß er mit der Bemerkung, Butler muͤßte es durch die Stimme ſeines Gewiſſens entſcheiden laſ⸗ ſen, ob er die ernſte Pflicht einer Seelſorge uͤbernehmen koͤnnte, ohne ſeiner innern Ueber⸗ zeugung von Recht oder Unrecht Gewalt an⸗ zuthun. 3

Als er ſeine lange Rede, die Butler faſt nur durch einſilbige Worte unterbrach, geſchloſ⸗ ſen hatte, wunderte ſich der Sprecher ſelber nicht wenig, daß der Schluß, wozu er natuͤr⸗

lich zu gelangen wuͤnſchte, weit weniger ent⸗

ſcheidend zu ſein ſchien, als es ihm bei der fruͤhern Erwaͤgung des Falles vorgekommen war. Der Gang der Gedanken und der Re⸗ de unſeres Freundes lieferte in dieſer Hinſicht nur eine Erlaͤuterung des hochwichtigen Satzes von den großen Vorzuͤgen oͤffentlicher Eroͤrte⸗ rung. Gewiß koͤnnen die meiſten Menſchen unter dem Einfluſſe irgend einer parteilichen Regung ſich weit leichter mit einer Lieblings⸗ maßregel ausſoͤhnen, die ſie im Stillen erwaͤ⸗ v. Theil. 14