Teil eines Werkes 
5. Theil (1824)
Entstehung
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15 aber das Geſetz iſt allein in des Koͤnigs Bruſt. Das Verbrechen iſt ſo gewoͤhnlich geworden, daß die ſchottiſchen Rechtsgelehrten es fuͤr recht hal⸗ ten, einmahl ein Beiſpiel zu ſtiften. Die neuer⸗ lichen Unruhen in Edinburgh haben bei der Re⸗ gierung ein Vorurtheil gegen das ganze Volk er⸗ weckt, das, wie man meinet, nur durch ſchrecken⸗ de und ſtrenge Maßregeln gelenkt werden kann. Was fuͤr Gruͤnde haſt Du gegen all dieß vor⸗ zubringen, armes Maͤdchen, als deine warme ſchweſterliche Zuneigung? Haſt Du Fuͤrſprache? Haſt Du Freunde am Hofe?

Niemand als Gott und Euer Gnaden, ant⸗ wortete Johanna ſtandhaft.

Ach! ſprach der Herzog, ich koͤnnte beinahe mit dem alten Ormond ſagen, Niemand moͤchte geringern Einfluß auf Koͤnige und Miniſter ha⸗ ben. Es gehoͤrt zu den ſchmerzlichen Verhaͤltniſ⸗ ſen unſerer Lage, liebes Maͤdchen ich meine die Lage von Maͤnnern in meinen Umſtaͤnden daß die Welt ihnen einen Einfluß beilegt, den ſie nicht beſitzen, und daß Einzelne ſich ver⸗ leiten laſſen, einen Beiſtand von ihnen zu er⸗ warten, den ſie nicht zu leiſten vermoͤgen. Je⸗ dermann aber kann ſich aufrichtig und ehrlich zei⸗