Teil eines Werkes 
5. Theil (1824)
Entstehung
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gen, und ich darf Dich nicht bei der Meinung laſſen, daß ich im Stande waͤre, Dir durch mei⸗ nen Einfluß zu nuͤtzen, weil dein Ungluͤck da⸗ durch nur haͤrter werden koͤnnte. Es ſteht nicht in meiner Macht, das Schickſal deiner Schwe⸗ ſter abzuwenden; ſie muß ſterben.

Wir muͤſſen alle ſterben, edler Herr, ſprach Johanna: es iſt unſre gemeinſame Strafe fuͤr unſeres Vaters Suͤnde; aber wir ſollten uns

nicht einander aus der Welt treiben, das weiß

Euer Gnaden beſſer als ich.

Mein gutes Maͤdchen, antwortete der Her⸗ zog ſanft, wir laſſen uns leicht verleiten, das Geſetz zu tadeln, worunter wir gerade leiden, aber Du ſcheinſt nach deinem Stande gut er⸗ zogen zu ſein, und wirſt gewiß wiſſen, daß nach goͤttlichen und menſchlichen Geſetzen der Moͤrder ſterben muß.

Aber, edler Herr, daß Effie meine ar⸗

me Schweſter, meine ich, eine Moͤrderinn iſt,

das kann nicht bewieſen werden, und wenn ſie's nicht iſt, und das Geſetz ihr dennoch das Leben nimmt, wer iſt dann der Moͤrder?

Ich bin kein Geſetzverſtaͤndiger, ſprach der