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Ja, ich ſchwatze immer ein wenig mit Frau Glaſſ, wenn ich meinen ſchottiſchen Trocknen kaufe. Aber nun dein Anliegen, liebes Kind? Du weißt ja, Zeit und Flut warten auf Niemand.
Hochedelſter Herr— verzeiht mir, gnaͤdiger Herr— ich meine, Euer Gnaden— hob Jo⸗ hanna wieder an, und wir muͤſſen hier bemer⸗ ken, daß Frau Glaſſ ſehr beſorgt geweſen war, ihrer jungen Freundinn einzuſchaͤrfen, den Herzog immer mit dem gebuͤhrenden Titel anzureden. Die Sache war in ihren Augen ſo wichtig, daß ſie in dem Augenblicke, wo Johanna aus der Kutſche ſtieg, ihr noch die Erinnerung mitgab: „Vergeßt ja nicht, Euer Gnaden zu ſagen.“ Johanna, die kaum je in ihrem Leben mit ei⸗ nem vornehmern Manne geſprochen hatte, als dem Gutsherrn von Dumbiedikes, fand es ſehr ſchwer, ihre Sprache nach den Regeln des hoͤfli⸗ chen Brauches einzurichten.
Der Herzog, der ihre Verlegenheit bemerkte, ſprach mit ſeiner gewoͤhnlichen Leutſeligkeit: „Laß es gut ſein mit dem Euer Gnaden. Sprich nur gerade heraus, und zeige, daß Du eine ſchot⸗ tiſche Zunge im Munde haſt.“


