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gegen zu arbeiten, machte das Uebel nur noch aͤrger, da jeder Zwang, den der Knabe in des Vaters Gegenwart ertragen mußte, durch drei⸗ fache Nachſicht waͤhrend ſeiner Abweſenheit ver⸗ guͤtet wurde. So gewoͤhnte ſich Georg ſchon in ſeiner Kindheit, ſeinen Vater als einen finſtern Tadler zu betrachten, von deſſen Strenge er ſich ſo bald und ſo voͤllig als moͤglich zu befreien wuͤnſchte.
Als er zehn Jahre alt war, und ſeine Seele die ganze Saat des boͤſen Unkrautes empfangen hatte, das ſpaͤterhin aufwuchs, ſtarb ſeine Mut⸗ ter und ſein Vater ging mit gebrochenem Herzen nach England zuruͤck. Sie hatte, um das Maaß 1 ihrer unbeſonnenen und unverantwortlichen Nach⸗ ſicht voll zu machen, einen anſehnlichen Theil ihres Vermoͤgens der alleinigen Aufſicht oder Ver⸗ fuͤgung ihres Sohnes uͤberlaſſen, und die Folge davon war, daß Georg Staunton bald nach ſei⸗ ner Ankunft in England ſeine Unabhaͤngigkeit, und die Mittel, ſie zu mißbrauchen, kennen
lernte. In der Abſicht, die Maͤngel der Erzie: 4
hung des Knaben wieder gut zu machen, hatte ſein Vater ihn in eine wohl eingerichtete Lehran⸗


