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ſtalt geſchickt, aber obgleich er einige Fähigkeit
zum Lernen zeigte, ſo wurde doch ſein aufruͤhri⸗
ſches Betragen ſeinen Lehrern bald unertraͤglich.
Wie es allen jungen Leuten, die gewiſſe Ausſich⸗ ten haben, nur zu leicht wird, fand auch er Mittel, ſich ſo viel Geld zu verſchaffen, daß er als Knabe die Freuden und Thorheiten eines rei⸗ fern Alters vorweg nehmen konnte, und ſo aus⸗ gebildet, kam er zu ſeinem Vater als ein lieder⸗ licher Bube zuruͤck, deſſen Beiſpiel fuͤr Hunderte verderblich haͤtte ſein koͤnnen.
Sein Vater, deſſen Gemuͤth ſeit ſeiner Gat⸗ tinn Tode zu einer Schwermuth ſich hinneigte, die der Kummer uͤber ſeines Sohnes Auffuͤhrung
gewiß nicht zerſtreuen konnte, hatte ſich dem geiſt⸗
lichen Stande gewidmet, und von ſeinem Bru⸗ der, dem Ritter Staunton, die Pfarre zu Wil⸗ lingham erhalten. Die Einkünfte dieſer Pfruͤnde waren fuͤr ihn bedeutend, da er von dem Ver⸗
moͤgen ſeiner verſtorbenen Frau wenig geerbt hat⸗
te, und als nachgeborner Sohn nicht viel eigenes heſaß.
haus, fand aber bald, daß Georg, bei ſeiner
Er nahm ſeinen Sohn mit ſich ins Pfarr⸗


