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Schottlands Unabhaͤngigkeit ſchuldig halten werde. Mit dem Schwaͤrmerwahne der ſchottiſchen Pres⸗ byterianer war immer die Glut eines volkthuͤm⸗ lichen Gefuͤhles verbunden, und Johanna zit⸗ terte bei dem Gedanken, daß ihr Nahme mit dem Nahmen des falſchen Monteith, und ei⸗ niger Andern, die als Abtruͤnnige und Verräͤ⸗ ther der Sache ihres Vaterlandes, Gegenſtaͤnde ewiger Erinnerung und Verwuͤnſchung unter den Landleuten geworden ſind, auf die Nachwelt kommen ſollte. Aber der Gedanke, Effie's Leben noch einmahl aufopfern zu muͤſſen, wo ein einziges Wort ſie retten koͤnnte, lag ſchwer auf dem Herzen der zaͤrtlichen Schweſter.
Gott unterſtuͤtze und leite mich, ſprach Jo⸗ hanna, denn es ſcheint ſein Wille zu ſein, mir ſchwere Pruͤfungen aufzulegen, welchen meine Kraͤfte nicht gewachſen ſind.
Waͤhrend dieſer Gedanke durch ihre Seele ging, zeigte ihr Fuͤhrer, des Schweigens muͤde, einige Neigung, mittheilſamer zu werden. Er ſchien ein verſtaͤndiger und ruͤſtiger Landmann zu ſein, da er aber nicht mehr Zartgefuͤhl oder Klugheit hatte, als bei Leuten ſeines Standes gemoͤhnlich iſt, ſo waͤhlte er die Famillie Wil⸗


