Teil eines Werkes 
4. Theil (1823)
Entstehung
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tenpfade fort, der ſie unweit Grantham auf die Heerſtraße brachte. Endlich fragte ſie ihr Stall⸗ meiſter, ob ihr Nahme Johanna Deans waͤre, Sie gab, uͤberraſcht, eine bejahende Antwort. Dann iſt hier ein Briefchen fuͤr Euch, fuhr der Bauer fort, und reichte ihr das Blatt uͤber ſeine linke Schulter. Es iſt von meinem jungen

Heerrn, glaube ich, und Jedermann in Willing⸗

ham dient ihm gern, aus Liebe oder aus Furcht, denn er wird am Ende doch unſer Gutsherr, die

Leute moͤgen ſagen, was ſie wollen.

Johanna erbrach den Brief und las Fol⸗

gendes:

Ihr wollt mich nicht ſehen. Ich glaube,

mein Charakter hat Euch Widerwillen eingefloͤßt,

aber da ich mich geſchildert habe, wie ich bin, ſo haͤttet Ihr meiner Aufrichtigkeit trauen ſollen. Ein Heuchler wenigſtens bin ich nicht. Ihr weigert Euch indeß, mich zu ſehen, und wenn auch Euer Benehmen natuͤrlich ſein mag, ſo fragt ſich's doch, ob es klug ſei. Ich habe Euch geſagt, wie ſehr es mir am Herzen liegt, das Ungluͤck Eurer Schweſter auf Koſten meiner Ehre, der Ehre meines Hauſes, auf Koſten meines Le⸗ bens, wieder gut zu machen, und Ihr haltet