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Mag's ſein, wie's will, Thomas, ſprach Frau Dalton, aber laßt Euch warnen, und wenn ich Euch noch einmahl ſo ertappe, ſo ſoll Sr. Hochehrwuͤrden Euch den Laufpaß geben.
Thomas entfernte ſich, beſchaͤmt und klein⸗ laut. Die uͤbrigen Stunden des Abends gingen voruͤber, ohne daß etwas bemerkenswerthes vor⸗ gefallen waͤre. Johanna genoß mit dankbarem Vergnuͤgen die Annehmlichkeiten eines guten Bettes und eines geſunden Schlafes nach den Gefahren und Beſchwerden des vorigen Tages, und ſie war ſo ermuͤdet, daß ſie ſehr veſt bis um ſechs Uhr ſchlief, wo Frau Dalton ſie weckte, ihr meldend, daß Fuͤhrer und Pferd bereit waͤren und warteten. Sie ſtand ſchnell auf, und nach ihrem Morgengebete war ſie in Kurzem zur Fort⸗ ſetzung ihrer Reiſe fertig. Die muͤtterliche Sorg⸗ falt der Haushaͤlterinn hatte ein Fruͤhſtuͤck bereit, und als Johanna dieſe Erquickung genoſſen hatte, ſaß ſie bald auf einem Weiberſattel hinter einem ruͤſtigen Bauer, der auch mit Piſtolen bewaffnet war, um ſie gegen jede Gewaltthaͤtigkeit zu ſchuͤ⸗ tzen, die etwa haͤtte verſucht werden koͤnnen.
Schweigend ſchleppten ſie ſich einige Meilen an Hecken und durch Thorwege auf einem Sei⸗
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