Teil eines Werkes 
4. Theil (1823)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

1⁵⁴4

Und warum glaubtet Ihr, daß ſie nicht die ungluͤckſelige Wahrheit ſagte? fuhr Johanna zit⸗ ternd fort.

Weil ich bei dieſem zweiten Beſuche ihre Tochter ſah, und von ihr erfuhr, daß man das

Kind wirklich waͤhrend der Krankheit der Mutter

weggeſchaft, oder ermordet hatte. Alles aber, was man von ihr herausbringen kann, iſt ſo ungewiß und unbeſtimmt, daß ich keine naͤheren Umſtaͤnde erfahren konnte. Die teufliſche Ge⸗ muͤthsart der alten Murdockſon gibt mir jedoch Grund, das Schlimmſte zu fuͤrchten.

Dieſe letzte Nachricht ſtimmt mit dem uͤber⸗ ein, was meine arme Schweſter ſagte, fiel Jo⸗ hanna ein. Aber erzaͤhlet doch weiter, Herr Staunton.—

So viel weiß ich gewiß, ſprach dieſer, ſo lange Effie bei Sinnen und ſich ihrer bewußt war, konnte ſie keinem lebendigen Weſen Leid zufuͤgen. Aber was konnte ich zu ihrer Recht⸗ fertigung thun? Nichts, und darum waren alle meine Gedanken nur darauf gerichtet, ſie zu ret⸗ ten. Ich war in der unſeligen Nothwendigkeit,

meine Gefuͤhle gegen die alte Murdockſon zu un⸗

terdruͤcken; mein Leben hatte die Hexe in ihrer

——