Sie hatte ja, wenn ſie bedachte, daß Zaͤrt⸗ lichkeit und Pflichteifer ſie auf dieſen Weg gefuͤhrt hatten, das Recht, wofern man ſo ſagen darf, bei einem ſo verdienſtlichen Unternehmen Schutz zu erwarten. Durch dieſe Gedanken beruhigt, war ſie nicht viel weiter gegangen, als ein neuer und drohenderer Gegenſtand des Schreckens ſie aufſtoͤrte. Zwei Maͤnner, die im Gebuͤſch ge⸗ lauert hatten, ſprangen hervor, als ſie voran ging, und traten drohend vor ſie.„Steh und gib her!“ ſprach der Eine, ein ſtaͤmmiger Bur⸗ ſche in einem Kittel, wie Fuhrleute tragen.
Das Mauͤdchen— ſprach der Andre, eine lange hagre Geſtalt— verſteht die Kunſtworke nicht. Euer Geld, Schaͤtzchen, oder euer Leben!
Ich habe nur ſehr wenig Geld, Ihr Her⸗ ren, erwiderte die arme Johanna, und reichte dar, was ſie von ihrer Hauptſumme abgeſon⸗ dert und fuͤr einen ſolchen Nothfall bereit hatte. Wollt Ihr es aber durchaus haben, ſo ſollt Ihr's freilich haben.
Damit kommſt Du nicht durch, mein Kind ſprach der kleinere Raͤuber. Ich will verdammt ſein, wenn ich's gelten laſſe. Denkt Ihr, ein Ehrenmann wagte ſein Leben auf der Land
IV. Theil. 3


