Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
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ſchunden. Johanna, die alsbald ihre einſtweilige Beſchaͤftigung aufgegeben hatte und dem ſchreien⸗ den Maͤdchen in den Hof gefolgt war, um es aus dem Irrthum zu bringen und zu beruhigen, traf hier Frau Balchriſtie, die Lieblingsſultaninn des verſtorbenen Herrn, wie die Laͤſterzunge ſagte, und die Haushaͤlterinn des jetzigen. Das mun⸗ tre, flinke Weibchen zwiſchen vierzig und funfzig Jahren, wie man ſie beim Tode des vorigen Gutsherrn gekannt hatte, war nun eine fette Alte mit hochrothem Geſichte, gegen ſiebzig Jahre alt, die ihre Stelle lieb hatte und eiferſuͤchtig auf ihr Anſehen war. Sie wußte wohl, daß ihre Gewalt nicht auf einer ſo ſichern Grundlage ruhte, als zur Zeit des alten Herrn, und hatte wohl⸗ bedaͤchtig die oben erwaͤhnte Schreierinn in's Haus gebracht, die bei kraͤftiger Lunge auch huͤbſche Zuͤge und helle Augen hatte. Das Maͤdchen machte jedoch keine Eroberung an dem Gutsherrn, der that, als ob es außer Johanna Deans kein Weib in der Welt gaͤbe, und ſelbſt ihr keine ſehr gluͤhende, oder uͤbermaͤßige Zaͤrtlichkeit zu widmen ſchien. Frau Balchriſtie hatte indeß ihre eigenen unruhigen Gedanken uͤber die Beſuche, die ihr Herr faſt taͤglich in Leonhardfels machte, und