Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
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Als ſie die Milchgeberinn mit Nahrung ver⸗ ſorgt hatte, die zwei Stunden fruͤher haͤtte ge⸗ reicht werden ſollen, guckte eine Dirne in Schlapp⸗ ſchuhen in den Stall, und als ſie ſah, daß eine fremde Geſtalt das Geſchaͤft verſah, zu deſſen Verrichtung ſie ſich endlich ungern dem Schlafe entriſſen hatte, rief ſie aus:„O Himmel, der Kobold! der Kobold!“ und lief ſchreiend davon, als haͤtte ſie den Teufel geſehen.

Zur Erklaͤrung ihres Schreckens muͤſſen wir berichten, daß in dem alten Hauſe des Guts⸗ herrn von Dumbiedikes, wie das Geruͤcht be⸗ hauptete, ein Kobold ſpukte, eines jener Haus⸗ geſpenſter, die nach dem Glauben der Vorzeit vernachlaͤßigte haͤusliche Arbeiten verrichteten—

Mit langem Beſen fegten, Flegel ſchwangen.

Ein ſolcher uͤbernatuͤrlicher Beiſtand waͤre ge⸗ wiß nirgend mehr an ſeiner Stelle geweſen, als in einem Hauſe, wo das Geſinde ſo wenig zur Thaͤtigkeit aufgelegt war; aber die Magd war ſo weit entfernt, uͤber den Anblick des vermeint⸗ lichen geſpenſtiſchen Gehilfen bei einer Arbeit, die ſie ſchon lange haͤtte verrichten ſollen, ſich zu freuen, daß ſie das Haus durch ein Angſtgeſchrei aufſtoͤrte, ſo laut, als haͤtte der Kobold ſie ge⸗

III. Theil. 10