Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
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um einen Rath einzuſchaͤrfen, der zum Verder⸗

ben fuͤhrt? Einer Schweſter Leben! Und,

ein Vater zeigt mir, wie ich's retten kann! O Gott, erloͤſe mich! Es iſt eine ſchreckliche Ver⸗ ſuchung.

Von Gedanken zu Gedanken ſchweifend, meinte ſie einmahl, ihr Vater haͤtte das neunte Gebot buchſtaͤblich verſtanden, als ein Verbot des falſchen Zeugniſſes gegen den Naͤchſten, ohne darin auch das Verbot einer Unwahrheit zu Gun⸗

ſten der angeklagten Verbrecherinn zu finden.

Bei dem hellen und reinen Blicke aber, womit ſie Gutes und Boͤſes unterſchied, verwarf ſie als⸗ bald eine ſo beſchraͤnkte, und des goͤttlichen Ge⸗ ſetgebers unwuͤrdige Auslegung. Sie blieb in dem Zuſtande der quuaͤlendſten Bangigkeit und Ungewißheit; ſie ſcheute ſich, ihre Gedanken ih⸗ rem Vater frei zu geſtehen, um nicht eine Mei⸗ nung ihm zu entlocken, der ſie nicht beiſtimmen konnte; ſie war wegen ihrer Schweſter in einer Bekuͤmmerniß, die noch ſchmerzlicher durch den Gedanken wurde, daß die Mittel zur Rettung in ihrer Gewalt waren, aber von ihrem Gewiſſen verdammt wurden, ſie ward, wie ein Schiff auf offener Rhede waͤhrend eines Sturmes, umge⸗

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