Teil eines Werkes 
3. Theil (1823)
Entstehung
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lichen ſprechen kannſt Er hielt inne und fuhr mit unſicherer Stimme fort: Sie iſt deine Schwe⸗ ſter, ſo unwuͤrdig und verworfen ſie ſein mag, ſie iſt die Tochter einer Heiligen im Himmel, die bei Dir Mutterſtelle vertrat, Johanna; aber wenn dein Gewiſſen Dir nicht erlaubt, in dem Gerichtshofe fuͤr ſie zu ſprechen, ſo folge deinem Gewiſſen, Johanna, und Gottes Wille geſchehe.

Nach dieſer feierlichen Ermahnung verließ er das Gemach und ſeine Tochter blieb in großer Bekuͤmmerniß und Verlegenheit zuruͤck. David's Kummer wuͤrde, ſo hoch auch ſein Schmerz ſchon geſtiegen war, nicht wenig erhoͤht worden ſein, wenn er gewußt haͤtte, daß ſeine Tochter die Gruͤnde, deren er ſich bediente, nicht als eine Erlaubniß, ihrer eigenen Meinung bei einer zweifelhaften und ſtreitigen Gewiſſensfrage zu folgen, ſondern vielmehr als eine Ermunterung gedeutet hatte, eines der goͤttlichen Gebote zu uͤbertreten, das Chriſten von allen Bekenntniſſen und Benennungen am Heiligſten halten.

Iſt es moͤglich! ſprach Johanna, als ihr Vater aus der Thuͤre war. Sind es ſeine Worte, was ich gehoͤrt habe, oder hat der boͤſe Feind meines Vaters Stimme und Zuͤge angenommen,