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ihrem eigenen Gefuͤhle hervor gehen mußte. Er blieb jedoch ſeinem Vorſatze treu, bis ſeine Blicke unwillkuͤhrlich auf das kleine Bett fielen, und er ſich an die Geſtalt des Kindes ſeiner alten Tage erinnerte, wie ſie bleich, abgezehrt und mit ge⸗ brochenem Herzen auf dem Lager geſeſſen hatte. Als dieſes Bild vor ihm aufſtieg, traten die Gruͤnde fuͤr ein Betragen, das ſein Kind retten konnte, unwillkuͤhrlich vor ſeine Seele, und un⸗ willkuͤhrlich ſprach ſeine Zunge ſie aus, aber mit
einem Tone, der von ſeiner gewoͤhnlichen ſtren⸗
gen Beſtimmtheit ſo ganz verſchieden war. Tochter, ſprach er: ich ſagte nicht, dein Pfad waͤre frei von Steinen des Anſtoßes, und ohne Zweifel koͤnnten Manche dieſe Handlung fuͤr eine Uebertretung halten, inmaßen derjenige, der un⸗ rechtlich und wider ſein Gewiſſen Zeugniß gibt, auf gewiſſe Weiſe falſches Zeugniß wider ſeinen Naͤchſten redet. Aber wo es auf Nachgiebigkeit ankommt, da liegt die Schuld nicht ſowohl in der Nachgiebigkeit, als im Gemuͤthe und Gewiſſen desjenigen, der da nachgibt, und wenn nun auch mein Zeugniß nicht geſpart worden iſt bei oͤffent⸗ lichen Abtruͤnnigkeiten, ſo habe ich mich doch nicht befugt gefuͤhlt, aus der Gemeinſchaft Vieler zu


