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im Gefaͤngniß!— Aber wir haben beſſere Zei⸗ ten gehabt— nicht wahr, Mutter?“
In den Augen der alten Magdalene hatte etwas geglaͤnzt, das der Freude glich, als ſie ihre Tochter in Freiheit ſah; aber entweder konnte ſich ihre natuͤrliche Zuneigung, wie bei einer Ti⸗ gerinn, nicht ohne einen Zug von Wildheit zei⸗ gen, oder es hatten die Worte ihrer Tochter Ge⸗ danken erweckt, die ihre muͤrriſche, wilde Stim⸗ mung wieder aufreizten.„Was liegt daran, was wir geweſen ſind, Du liederliche Gaſſenlaͤu⸗ ferinn!“ rief ſie, und ſtieß ihre Tochter ziemlich unſanft nach der Thuͤre.„Ich will Dir ſagen, was Du jetzt biſt— Du biſt eine verruͤckte Dirne, die ins Tollhaus gehoͤrt, und ſollſt vierzehn Tage lang nichts als Waſſer und Brod haben, und das iſt noch viel zu gut fuͤr Dich faules Ding. 14
Grete aber entwiſchte ihrer Mutter an der Thuͤre, lief zum Tiſche zuruͤck, machte eine tiefe ſeltſame Verbeugung vor dem Richter, und ſprach mit kicherndem Lachen:„Unſer Muͤtterchen hat ihre boͤſe Laune, wie gewoͤhnlich. Sie hat ge⸗ wiß einen Zank gehabt mit ihrem alten Liebſten — das iſt der Satan, muͤßt Ihr wiſſen. 4 Sie gab dieſe Erlaͤuterung mit einem leiſen


