Teil eines Werkes 
2. Theil (1822)
Entstehung
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Rathe nie ausfinden werdet, wie viel Larm Ihr

auch macht.

Alle Augen hefteten ſich auf ſie, alle Ohren waren geſpannt.Redet! ſprach der Rathsherr.

Es wird zu eurem Beßten ſein, gab der Stadt⸗ ſchreiber zu verſtehen.

Laßt doch den Hochedeln Herrn nicht warten, ermahnten die Gerichtsdiener.

Sie ſchwieg zwei bis drei Minuten muͤrriſch, und warf einen boshaften und tuͤckiſchen Blick umher, der ſich uͤber die aͤngſtliche Erwartung zu freuen ſchien, womit man ihrer Antwort entge⸗ gegen ſah. Endlich hob ſie an:Ich weiß nichts von ihm, als daß er weder ein Soldat, noch ein Ehrenmann war, und nichts als ein Dieb und ein Lump, wie die Meiſten unter Euch, Ihr Leutchen. Nun, was gebt Ihr mir fuͤr dieſe Neuigkeit? Er haͤtte der guten Stadt noch lange dienen koͤnnen, ehe ein Buͤrgermeiſter, oder Raths⸗ herr das ausgefunden haͤtte, mein Schatz.

Waͤhrend dieſer Verhandlungen trat Grete Wildfeuer herein, und ihr erſter Ausruf war: Ei ſeht doch, da iſt unſer altes nichtsnutziges Zankeiſen von Mutter! Ei das nenne ich eine herrliche Familie! Zwei von uns auf einmahl