Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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190 zu ungluͤcklicher Stunde gegeben, denn es wurde

dadurch ein Zwieſpalt in Euphemia's Gefuͤhlen erregt, und ſie von dem Vertrauen abgeſchreckt,

das ſie ihrer Schweſter ſchenken wollte.Sie wuͤrde mich nicht beſſer halten als den Koth unter ihren Fuͤßen, dachte ſie, wenn ich ihr ge⸗

ſtehen wollte, daß ich viermahl mit ihm auf dem

Raſenplatze und einmahl in Gretens Schenke ge⸗ tanzt habe. Sie koͤnnte mich immer damit in Furcht halten, daß ſie's meinem Vater ſagen wollte, und ſie wuͤrde ganz meine Meiſterinn ſei und mehr. Aber ich gehe nicht wieder hin gewiß, ich gehe nicht noch einmahl hin. Ich will ein Ohr in meine Bibel machen, und das iſt ſo gut, als haͤtte ich einen Eid abgelegt, daß ich nicht wieder hingehen will. Sie hielt ihr Geluͤbde auch eine Woche lang und war waͤhrend dieſer Zeit ungewoͤhnlich eigen⸗

ſinnig und muͤrriſch; Fehler, die man nie vorherr

in ihrem Gemuͤthe bemerkt hatte, ausgenommen in Augenblicken, wo ſie Widerſpruch erfuhr. Alles dieß war ſo geheimnißvoll, daß ihre klu⸗ ge und liebevolle Schweſter eine Unruhe fuͤhlte, die ſich deſto lebhafter regte, da ſie es fuͤr un⸗ freundlich gegen ihre Schweſter hielt, ihrem Va⸗