139 Quaͤrren eines Fiedlers zu huͤpfen und zu ſprin⸗ gen. Dank ſei Gott, der mein Loos in mei⸗ ner Tanzzeit ſo geordnet hat, daß der Leichtſinn meines Kopfes und der Muthwille meiner Fuͤße gehemmt wurde durch die Gefahr meines Kopfes und meiner Kehle, die Furcht vor dem blutigen Stricke und der ſchnellen Kugel, vor ſchneiden⸗ den Schwertern und ſpaniſchen Stiefeln und Daumſchrauben, Kaͤlte und Hunger, Naͤſſe und Duͤrre! Und hoͤre ich Euch nur das Wort Tanz
nennen, ihr Maͤdchen, oder daran denken, daß
es ſo etwas in der Welt gibt, als nach eines Fiedlers Toͤnen und nach eines Pfeifers muntern Weiſen huͤpfen— ſo wahr meines Vaters Geiſt bei den Gerechten iſt, ich werde nicht mehr fuͤr Euch ſorgen, noch mich um Euch bekuͤmmern. Geht hmein— geht, Maͤdchen! ſetzte er mit ſanfteren Tone hinzu, als ſeine Toͤchter, und be⸗ ſonders Euphemia, ihre Thraͤnen ſtroͤmen lie⸗ ßen. Geht hinein, liebe Kinder, und wir wol⸗ len um Gnade bitten, auf daß wir bewahret wer⸗ den vor aller unheiligen Thorheit, die zur Suͤnde fuͤhret und das Reich der Finſterniß befoͤrdert, welches da ſtreitet mit dem Reiche des Lichtes.“ Der wohlgemeinte Verweis des Vaters ward


