Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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179 haͤufig den ſchottiſchen Schoͤnheiten zum Vor⸗ wurfe macht, die aber in ihrem Jugendalter ſchlank und ſchmaͤchtig war, und die anmuthigen, leichten Umriſſe hatte, welche Geſundheit und zu⸗ gleich eine gefaͤllige Bildung ankuͤndigen.

Dieſe aufbluͤhenden Reize waren in ihrer ju⸗ gendlichen Fuͤlle doch nicht maͤchtig genug, das ſtandhafte Gemuͤth des beharrlichen Gutsherrn zu erſchuͤttern, oder ſeine ſtieren Blicke zu zer⸗

ſtreuen. Kaum aber gab es ein anderes Auge,

das dieſes lebendige Bild friſcher Schoͤnheit ohne Entzuͤcken anſehen konnte. Der Reiſende hielt ſein muͤdes Pferd an, ehe er die nahe Stadt, das Ziel ſeiner Reiſe, betrat, und ließ ſeinen Blick auf der Sylphengeſtalt ruhen, die an ihm vor⸗ uͤber trippelte, und mit dem Milcheimer auf dem Kopfe ſo aufrecht, leicht und frei einher ging, daß ſie eher eine Zierde, als eine Laſt zu tragen ſchien. Die jungen Burſchen aus der nahen Vorſtadt, die ihre abendlichen Zuſammenkuͤnfte hielten, um ſich mit allerlei Bewegungſpielen zu vergnuͤgen, wetteiferten um den gluͤcklichen Vorzug, ihre Blicke auf ſich zu ziehen. Selbſt ihres Vaters Glaubensgenoſſen, die ſtrengen Presbyterianer, die es fuͤr einen Fallſtrick, wo nicht fuͤr ein Ver⸗ 12*