Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
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13 cher Art waren. Sie war klein und faſt zu ſtark fuͤr ihre Geſtalt; hatte graue Augen, blondes Haar, ein rundes freundliches Geſicht, das ziem⸗ lich von der Sonne verbrannt war, und ihr vor⸗ zuͤglichſter Reiz war nur jener Ausdruck unaus⸗ ſprechlicher Heiterkeit, den ein gutes Gewiſſen, ſanfte Gefuͤhle, ein zufriedenes Gemuͤth und die regelmaͤßige Erfuͤllung aller ihrer Pflichten uͤber ihre Zuͤge verbreiteten. Man kann leicht denken, daß in der Geſtalt und dem Benehmen dieſer laͤndlichen Heldinn eben nichts Abſchreckendes war, aber mochte es nun einfaͤltige Schuͤchternheit, oder Mangel an Entſchloſſenheit, und unvollkomme⸗ ne Kenntniß ſeines Gemuͤthzuſtandes ſein, genug der Gutsherr mit ſeinem alten Treſſenhut und ſeiner leeren Pfeife, kam einen Tag, eine Woche, ein Jahr nach dem andern, um Johanna's Be⸗ ſeligenden Anblick zu genießen, ohne ſich merken zu laſſen, daß er die Weißagungen der Stiefmut⸗ ter erfuͤllen wollte.

Die gute Frau wurde noch ungednldiger in ihrer Erwartung, als ſie nach einigen Ehejah⸗ ren ihrem Manne auch eine Tochter gegeben, welche Euphemia, oder abgekuͤrzt Effie, genannt

wurde. Rebecka fand nun den langſamen Fort⸗