Teil eines Werkes 
1. Theil (1822)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

155 Wohnung von Thon baͤnde, und an das irdiſche Labſal, das Weib und Kinder verleihen. Sein eigenes Beiſpiel aber war in dieſem weſentlichen Punkte von ſeinen Grundſaͤtzen abgewichen, da er, wie wir ſehen, ſich zweimahl in dieſe gefaͤhrliche und verfuͤhreriſche Umſtrickung eingelaſſen hatte.

Rebecka, ſeine Gattinn, hatte keineswegs gleichen Abſcheu vor der Ehe, und da ſie in Gedanken Heirathen fuͤr alle Nachbarn in der Runde ſtiftete, ſo ermangelte ſie nicht, eine Verbindung zwiſchen Dumbiedikes und ihrer Sdtieftochter Johanna anzukuͤndigen. Ihr Mann runzelte immer die Stirne und antwortete mit einem Pah! ſo oft dieſer Gegenſtand beruͤhrt wurde, aber gewoͤhnlich nahm er dann ſeine Muͤ⸗ tze und ging aus dem Haufe, um einen gewiſſen Strahl von Zufriedenheit zu verbergen, der ſich bei einem ſolchen Winke unwillkuͤhrlich uͤber ſei⸗ ne ernſten Zuͤge ergoß.

Meine juͤngern Leſer werden gewiß fragen, ob Johanna Deans der ſtummen Aufmerkſam⸗ keit des Gutsherrn wuͤrdig war, und der Ge⸗ ſchichtſchreiber muß, um der Pflicht der Wahr⸗ haftigkeit treu zu bleiben, die Antwort geben, daß ihre perſoͤnlichen Reize nicht von ungewoͤhnli⸗