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dieſer ganzen Zeit war ihr Schmerz graͤnzenlos. In den letzten Monaten ging ihr Gram in Verdroſſenheit und Kleinmuth uͤber, wogegen die Einfoͤrmigkeit der ruhigen Lebensweiſe ihrer Schweſter wenig Zerſtreuung gewaͤhren konnte. Euphemia war ſeit ihrer fruͤheſten Jugend nicht an ſtille beſcheidene Genuͤgſamkeit gewoͤhnt. Ganz verſchieden von ihrer Schweſter, bedurfte ſie ge⸗ ſellſchaftlicher Zerſtreuung, um ihren Kummer zu vergeſſen, oder ihre Freude zu erhoͤhen. Sie verließ das einſame Knocktarlitie mit den Thraͤ⸗ nen aufrichtiger Zuneigung, und uͤberhaͤufte beim
Abſchiede ihre Verwandten mit allen Geſchen⸗
ken, welche, wie ſie glaubte, ihnen werth ſein koͤnnten, aber ſie verließ es, und als man den Schmerz des Abſchieds uͤberſtanden hatte, war die Trennung fuͤr beide Schweſtern eine Erleichterung.
Die Bewohner des Pfarrhauſes erhielten bei dem Genuſſe ihres ruhigen Gluͤckes die Nach⸗ richt, daß die reich ausgeſtattete und ſchoͤne Witwe ihren Platz in der großen Welt wieder eingenommen hatte. Sie erfuhren es bald auch durch weſentlichere Beweiſe; denn David erhielt eine Offizierſtelle, und da des Bibel⸗


