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Sollte er in dieſem ſchrecklichen Gemuͤthzu⸗ ſtande hingerichtet werden, ſo wird er an Leib und Seele verderben, ſprach Johanna zu ſich
ſelber. Und ihn gehen laſſen, das darf ich
nicht wagen. Was ſoll ich thun? Aber er iſt ja meiner Schweſter Sohn, mein Verwandter, unſer Fleiſch und Blut, und ſeine Haͤnde und Fuͤße ſind ſo veſt geſchnuͤrt, als Stricke ſie nur binden koͤnnen.— Pfeifer, thun die Stricke Dir weh?
Ei ja, ſehr.
Aber wenn ich ſie los machte, wuͤrdeſt Du mir etwas zu Leide thun?
Nein, gar nicht. Ihr habt mir und den Meinigen nie etwas zu Leide gethar.
Es iſt doch wohl noch etwas Gutes in ihm,
dachte Johanna. Ich will verſuchen, was ich
im Guten mit ihm ausrichten kann.
Sie ſchnitt ſeine Bande los. Er ſtand auf⸗ gerichtet vor ihr, blickte mit dem Gelaͤchter wil⸗ der Freude umher, ſchlug in die Haͤnde, und ſprang empor, wie entzuͤckt uͤber die wieder er⸗ langte Freiheit. Sein Ausſehen war ſo wild, daß Johanna vor den Folgen ihrer Nachſicht zitterte. 3


